Online kommunizieren

Das Internet bietet viele Möglichkeiten des Informationsaustauschs, stellt die Menschen aber auch vor neue Herausforderungen, wie Hasspostings, Trolle oder Cybermobbing. Eine Netiquette kann helfen, gute Regeln für die Kommunikation im Netz aufzustellen.

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Kommunikation und Medien

„Kommunikation“ bedeutet Austausch von Informationen. Diese Verständigung kann zum Beispiel mithilfe von Wörtern, Lauten, Gesten, Signalen, Symbolen und Bildern stattfinden.

In jeder Kommunikation gibt es Sender und Empfänger. Die Sender teilen den Empfängern etwas mit.
Kommunikation Sender Kommunikation Kommunikation Empfänger Kommunikation Medium
Sender
Empfänger
Medium
Sender, Empfänger und Medium

Medien

Wenn sich Sender und Empfänger nicht am selben Ort aufhalten, erfolgt die Kommunikation über ein Medium (Kommunikationsmittel). Dieses transportiert die Informationen. Beispiele dafür sind Telefon, E-Mail oder ein Brief.

Im folgenden SchuBuch-Text erfährt man mehr über die Geschichte der Medien:

Im SchuBuch hast du vieles über die Geschichte der Medien gelesen. Schaffst du es, die wichtigsten Erfindungen richtig in den Zeitstrahl einzuordnen?

3000v. Chr. 1440n. Chr. um 1600n. Chr. Ende des19. Jh. Anfang des20. Jh. in den 1930er-Jahren 1989 ca. 2003

Digitale Medien

Man unterscheidet je nach verwendeter Technologie analoge und digitale Medien:

  • Mit digitalen Medien meint man elektronische Medien, bei denen die Informationen als digitaler Code (in der Form von Einsern und Nullen) übertragen werden. Es handelt sich dabei um elektronische Signale, die stark vereinfacht und damit auch leichter übertragbar und speicherbar sind.
  • Im Gegensatz dazu handelt es sich bei analogen Medien um oft ältere Technologie, die diesen Code nicht verwendet. Beispiele sind Druck- und Schriftmedien, aber auch ältere elektronische Medien wie die Videokassette.

Digitale Medien werden auch oft „neue Medien“ genannt.


Ordne zu, ob es sich bei den folgenden Beispielen um analoge und digitale Medien handelt!

Durch die Digitalisierung gewinnen digitale Medien zunehmend an Bedeutung. Sie ergänzen auch analoge Angebote. So gibt es heute von Zeitungen oft auch eine Online-Ausgabe, es gibt inzwischen auch digitales Fernsehen und manche Museen digitalisieren ihre Bildsammlungen, um sie noch mehr Menschen über das Netz zugänglich zu machen.

Binäre Zahlen bestehen nur aus 0 und 1. Einfacher geht’s nicht.

Eine der weitreichendsten Ideen der Menschheit ist die Vereinfachung. Es gibt zum Beispiel hunderttausende unterschiedliche Stühle. Aber alle bezeichnen wir als „Stuhl“. Wir müssen nicht jedesmal genau das Material und die Form der Sitzfläche beschreiben, wenn wir von einem Stuhl sprechen. Das Gleiche gilt für alle Wörter.

Die Vereinfachung von Zahlen in eine Form, die nur Nullen und Einser beinhaltet, ist eine extreme Vereinfachung mit dem gleichen Zweck. Wenn man versteht, wie ein Computer Zahlen aus 0 und 1 zusammensetzt, dann hat man einen der grundlegenden Tricks des Computerzeitalters verstanden. Dieser Trick ist ziemlich schlau.



Welche Zahl ist hier im Binärcode dargestellt? Addiere die jeweils geeigneten Zahlen der ersten Zeile!

128 64 32 16 8 4 2 1 summe
0 0 0 0 0 0 0 0

Wenn man den Trick verstanden hat, kann man auch selber im Binärcode schreiben.


Binärer Code: Stelle Zahlen aus einer Folge von 0 und 1 dar!

128 64 32 16 8 4 2 1 summe Ziel
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

Eine Ziffer einer binären Zahl wird Bit genannt. Ein Bit ist also entweder 0 oder 1. Mit 8 Bit kann man wie oben die Zahlen 0 - 255 darstellen. Solche 8 Bit hintereinander werden ein Byte genannt.

Buchstaben kann man auch als Zahlen darstellen. Das A ist zum Beispiel 65, B 66 usw. bis zum Z, das durch die Zahl 90 codiert wird. Das Leerzeichen ist 32. Mit diesen 26 Zahlen kann man viele Texte der Welt kodieren.


Für schlaue Köpfe oder Computer: Was bedeutet eigentlich folgende binäre Botschaft?

Info für Lehrer*innen
01001010
01000101
01010100
01011010
01010100
00100000
01010100
01000001
01001110
01011010
01000101

Gib hier eine Zahl ein um den dazugehörigen Buchstaben zu erhalten.

A

Korrekt!

Die Lösung lautet: „Jetzt tanzen“

Du darfst jetzt eine Minute leise tanzen!

Wer die Nachricht entziffern konnte, darf sie eine Minute lang LEISE befolgen.



Kommt ihr als Gruppe auf die richtigen Lösungen? Versucht euch mit der Klassenantwort an folgenden Rechnungen! Geht dafür auf das Antworten-Tool!



Kommunizieren im Netz

Es ist sehr leicht, mit anderen im Internet Kontakt aufzunehmen. Prinzipiell ist es jederzeit und an jedem Ort möglich, wenn man Internetzugang hat.

Man sieht einen Chatverlauf von mehrern Robotern. Das Autokorrekt hat Austria und Australien miteinander verwechselt, was zu einem Missverständnis geführt hat.
Das Internet macht Kommunikation meist leichter.

Dass man jederzeit erreichbar ist, kann auch Stress erzeugen:

Während Kommunikation über Briefe Zeit braucht, wird beim Kommunizieren über das Internet oft eine schnelle Antwort erwartet. Das Gegenüber sieht meistens, ob man eine Nachricht schon gelesen hat, selbst das Tippen wird manchmal in Echtzeit dargestellt. Darüber hinaus ist man immer und überall erreichbar, auch wenn man einmal eine Pause braucht.

Eine beliebte Form der Kommunikation ist das Chatten mit einer oder mehreren Personen. Hierbei werden online Nachrichten verschickt und die Empfängerin oder der Empfänger sieht die Nachricht sofort.

Neben dem Chatten wird vor allem auch bei SMSen und E-Mails eine rasche Antwort auf eine Message erwartet.

In sozialen Medien und Foren können die Nutzerinnen und Nutzer Kommentare und Nachrichten posten. Zudem haben sie oft die Möglichkeit, Artikel, Bilder oder Postings zu kommentieren oder zu bewerten (z. B. liken).


Besprecht mit eurer Partnerin oder eurem Partner:

  1. Wie kommuniziert ihr am liebsten mit euren Freundinnen und Freunden im Netz?
  2. Was sind eurer Meinung nach Vor- und Nachteile der Kommunikation im Netz?
  3. Gönnt ihr euch manchmal Pausen, in denen ihr nicht über das Netz erreichbar seid?

Der Ton macht die Musik

Diese Redewendung erklärt, dass es in einem Gespräch nicht nur wichtig ist, was man sagt, sondern ob man es freundlich oder unfreundlich formuliert. Dies gilt natürlich auch für das Kommunizieren im Netz.

Die Kommunikation im Netz hat aber einige Besonderheiten: Man sieht sein Gegenüber im Netz meist nicht. Oft kennt man es auch nicht persönlich. Außerdem treten manche Nutzerinnen und Nutzer im Netz unter einem falschen Namen oder Nickname auf. Da sie das Gefühl haben, nicht erkannt zu werden, vergessen manche darauf, wie man sich benehmen sollte.

Ein trauriges Beispiel dafür sind Hasspostings. Dabei handelt es sich um besonders gemeine Kommentare oder Lügen und falsche Gerüchte, die darauf abzielen, eine Person oder eine ganze Gruppe anzugreifen und zu verletzen. Erfolgen in kurzer Zeit sehr viele Hasspostings und Kritik im Netz gegen eine Person oder Gruppe, spricht man auch von einem Shitstorm.

Eine Person, die es nur darauf anlegt, im Internet mit ihren Kommentaren, Streit zu verursachen sowie Menschen zu verletzen oder zu verärgern, nennt man Troll.

Man sieht einen grünen, mechanischen Troll, der mit seiner Keule auf den Computer vor sich schlägt.
Der Troll
Trolle wollen unbedingt Aufmerksamkeit. Deshalb sollte man auf ihre Beiträge nicht eingehen. Es gibt dafür im Netz die Empfehlung: „Do not feed the troll!“

Man kann Trolle aber auch blockieren und melden, damit sie nicht zu viel Schaden anrichten.


Info für Lehrer*innen
Popup: Trollalarm!

Trollalarm!

Seid ihr im Internet schon einmal auf einen Troll gestoßen? Spielt gemeinsam dieses Spiel, in dem ihr einen Troll bekämpft!

Von Cybermobbing spricht man, wenn man im Netz ständig beschimpft und belästigt wird, sodass die eigene Gesundheit darunter leidet. Meist bleiben die Täter*innen anonym, weshalb es oft schwierig ist, etwas dagegen zu unternehmen. Tipps, wie man dagegen vorgehen kann, findet man im Abschnitt D „Hacks und Tricks“.

Man sieht einen kleinen Bot, umringt von Handy- und Computerbildschirmen, aus denen Hassbotschaften und gemeine Kommentare auf ihn niederprasseln. Es ist klar erkennbar, dass der Bot darunter leidet und versucht, sich noch kleiner zu machen.
Cybermobbing
Info für Lehrer*innen

Viele soziale Medien haben eigene Verhaltensregeln. In einigen Chaträumen gibt es auch Moderatorinnen und Moderatoren, die Kommentare und Nachrichten, die nicht den Verhaltensregeln entsprechen, löschen und Nutzerinnen und Nutzer entfernen können.

Die Netiquette

Um unhöfliches Verhalten im Internet zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich auf gemeinsame Verhaltensregeln zu einigen. Diese werden auch als Netiquette bezeichnet:

Netiquette = „Net“ (Internet) + „Etiquette“ (Verhaltensregeln)


Welche der folgenden Regeln gehören in eine Netiquette von sozialen Medien? Pinnt sinnvolle Regeln an die Wand und werft unsinnige Regeln in den Papierkorb!

Pinnwand in der Klasse
Altpapier
Notiz
Bravo!
Info für Lehrer*innen

Auf der nächsten Seite könnt ihr euch gemeinsam als Klasse auf eine Netiquette für euren Klassen-Messenger einigen.

Hacks und Tricks

Wichtigster Hack dieser Seite:

Freundlich sein und unterstützen ist zwar nicht so leicht, wie gemein zu sein, aber es zahlt sich immer aus.

Bei Hass im Netz unterstützen:

  • Betroffene durch Kommentare und Likes unterstützen und trösten.
  • Sachlich und klar formulieren, dass man die Nachricht nicht in Ordnung findet.
  • Verbündete finden, die das Verhalten auch nicht in gut finden.
  • Widersprechen. Tipps dazu findet man auf:Schneller Konter
  • Inhalte und Personen melden, die sich auf sozialen Netzwerken gemein verhalten. Auf Saferinternet.at und Zivilcourage Online gibt es dafür genaue Anleitungen.

Sich vor Trollen schützen:

Trolle wollen unbedingt Aufmerksamkeit. Deshalb sollte man auf ihre Beiträge nicht eingehen. Es gibt dafür im Netz die Empfehlung: „Do not feed the troll!“ Ansonsten gelten auch hier die Grundsätze: blockieren und melden.

Sich bei Cybermobbing schützen:

  • Ruhig bleiben.
  • Absender blockieren. Wie das funktioniert, erfährt man auf Saferinternet.at.
  • Mit Screenshots Beweise sichern. (Cybermobbing ist seit 2016 strafbar in Österreich.)
    Funktion PC Mac iPad und iPhone
    Screenshot Druck ⌘-command + ⇧-shift + 3 Homebutton und Standby-Taste gleichzeitig drücken.
  • Den Vorfall/die Nachricht melden.
  • Mit Vertrauenspersonen darüber sprechen oder sich an „Rat auf Draht“ wenden.

3. Online kommunizieren
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