Wichtige Verbformen

Der Infinitiv ist die Grundform eines Verbs (sagen). Im Satz verändert sich diese nach Person, Zahl und Zeit (Personalform: ich sage). Modalverben und Vorsilben ändern die Bedeutung. Manchmal werden letztere im Satz getrennt (ich sage aus). Hilfsverben helfen dabei, Zeiten auszudrücken, zum Beispiel Zukünftiges im Futur.

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Grundform

Das Verb (Tunwort, Zeitwort) ist die wichtigste Wortart. Es gibt an ...

  1. was jemand oder etwas tut: Der Löwe brüllt.
  2. was sich ereignet: Im Dschungel regnet es.
  3. in welchem Zustand sich etwas oder jemand befindet: Der Löwe schläft unter dem Baum.
Ich habe hier das SAGEN!
Verb

SPIEL: Im Ratespiel „Schauspiel der Verben“ für die ganze Klasse könnt ihr Verben ohne Worte darstellen und erraten.

Info für Lehrende

Der Infinitiv

Der Infinitiv (die Nennform) ist die Grundform eines Verbs. Er endet meist auf -en, manchmal auf -n.

Das Verb findet man im Wörterbuch immer unter seinem Infinitiv.

GRAMMATIK: Setze die folgenden Verbformen in den Infinitiv!

Personalform

Wenn das Verb in einem Satz steht, verändert es sich nach:

  • Person (ich, du, er/sie/es, wir, ihr, sie)
  • Zahl (Einzahl - Mehrzahl)
  • Zeit

Diese veränderte Verbform nennt man Personalform.

  Einzahl Mehrzahl 1. Person ichbrülle wirbrüllen 2. Person du brüllst ihr brüllt 3. Person er/sie/es brüllt sie brüllen

Unregelmäßige Verben in der Gegenwart

Manche wichtige Verben im Deutschen sind unregelmäßig. Bei diesen ändert sich meist der Vokal im Stamm in der 1. und 2. Person Einzahl (du und er/sie/es):

lesen: ich lese → du liest → er/sie/es liest, wir lesen, ihr lest, sie lesen

Diese Formen muss man lernen und üben.

SPIEL: Spielt zu zweit an einem Gerät!

Popup: Verb Memory

Verb Memory

Ordnet die Personalformen den passenden Grundformen zu!

GRAMMATIK: Setze die richtigen Formen ein!

Trennbare Verben

Im Deutschen gibt es Verben mit Vorsilben. Diese Vorsilben liefern zusätzliche Informationen zum Verb. So wird es möglich, etwas noch genauer auszudrücken:

arbeiten → zusammenarbeiten, mitarbeiten, überarbeiten, bearbeiten, verarbeiten

WORTSCHATZ: Ordne die Verben richtig zu, indem du sie auf das passende Feld ziehst:

auspacken zupacken einpacken
Man sieht den Löwen zupacken.
Man sieht den Löwen ein Geschenk einpacken.
Man sieht den Löwen ein Geschenk auspacken.

SPRECHEN: Überlegt euch, welche anderen Vorsilben zu packen passen!

Info für Lehrende

WORTSCHATZ: Setze die richtige Vorsilbe ein!

  1. Der Dieb entkommt der Polizei.
  2. Der Zug kommt um 10 Uhr an.
  3. Mich überkommt ein Gefühl der Freude.
  4. Sie hat ihn verlassen. Sie kommt nicht zurück.
  5. Kommst du mit zu meinen Freunden?
  6. Ich habe eine gute Note bekommen.

Manche Vorsilben bleiben immer beim Verb: be-, ent-, er-, ge-, ver-, zer-, miss-.

Ich besuche meine Großeltern.

Bei anderen Verben wird die Vorsilbe im Satz vom Verb getrennt und ans Satzende gestellt:

Er kauft Gemüse ein.

Wichtige trennbare Verben sind: abnehmen, anrufen, aufstehen, einkaufen, mitmachen, umfallen, vorlesen, weggehen, wiedersehen, zunehmen, …

Bei trennbaren Verben ist die Vorsilbe immer betont:

  • vorlesen: Ich lese vor. (betont -> trennbar)
  • besuchen: Ich besuche. (unbetont -> untrennbar)

HÖRÜBUNG: Höre dir die folgenden Verben an und klicke die trennbaren Verben an!

Trennbare Verben
  1. einsteigen ich steige ein
  2. bezahlen ich bezahle
  3. mitmachen ich mache mit
  4. zerlegen ich zerlege
  5. ankreuzen ich kreuze an
  6. durchmachen ich mache durch
  7. verfehlen ich verfehle
  8. entgleisen ich entgleise
  9. zunehmen ich nehme zu
  10. aufstehen ich stehe auf

GRAMMATIK: Trennbar oder nicht? Schiebe die Vorsilbe an die richtige Stelle im Satz!

 

Bei manchen Vorsilben ändert sich die Bedeutung, je nachdem, ob sie vom Verb getrennt oder nicht getrennt werden:

Ich umfahre den Baum. Ich fahre den Baum um.

Modalverben

Modalverben verändern die Bedeutung des Verbs im Satz: Ich lerne. Ich muss lernen.
Info für Lehrende
Soll ich? Mag ich? Muss ich?
Müssen, sollen, wollen, dürfen, mögen, können sind Modalverben.

Modalverben beschreiben:

  • was möglich ist
  • was notwendig ist
  • was erlaubt oder verboten ist
  • was jemand will oder soll

Ausreden erfinden

Schülerinnen und Schüler sind oft sehr einfallsreich, wenn es darum geht, Ausreden zu finden.

KLASSENFRAGE: Einigt euch im Antworten-Tool auf eine möglichst lustige Ausrede, warum ihr zu spät in die Klasse kommt. (Ihr könnt eigene Vorschläge eintragen oder die Vorschläge der anderen bewerten.)

Haltet euch an folgenden Aufbau: Ich konnte nicht pünktlich kommen, weil ich ……… musste.

Achtung: Ihr habt nur 2 Minuten Zeit!

Info für Lehrende

GRAMMATIK: Setze das richtige Modalverb ein, indem du es auf das passende Feld ziehst!

darf kann mag muss will soll
Ich habe gelernt, Fahrrad zu fahren.
Ich Fahrrad fahren.
Das Gesetz bestimmt es.
Ich die Schule regelmäßig besuchen.
Der Lehrer erlaubt mir zu zeichnen.
Ich zeichnen.
Die Lehrerin empfiehlt, mehr zu lernen.
Ich mehr lernen.
Mein Lieblingsessen ist Pizza.
Ich Pizza.
Ich wünsche mir, ins Kino zu gehen.
Ich ins Kino gehen.

GRAMMATIK: Setze die Modalverben in alle Formen!

Einzahl Mehrzahl 1. Person ich wir 2. Person du ihr 3. Person er/sie/es sie
Bravo!

Höfliche Bitten

Wenn man sehr höflich sein will, wird bei Wünschen manchmal auch möchten (eine Form von „mögen“) verwendet: Ich möchte bitte einen Kaffee.

Das Modalverb „können“ wird für höfliche Bitten verwendet: Können Sie mir bitte helfen?

Könnte ich dich fressen? Du bist nicht intelligent, aber höflich! Illustration von Katzen die mit einer KI interagieren.
Ich möchte dich fressen. – Könnte ich dich fressen?

Hilfsverben

Um Verben in die Vergangenheit oder Zukunft setzen zu können, braucht man die drei Hilfsverben haben, sein, werden. Diese sind unregelmäßig.

ich bin extrem hilfsbereit Illustration von Katzen die mit einer KI interagieren.
Merkspruch: Haben, sein und werden sind die drei Hilfszeitwörter auf Erden.

GRAMMATIK: Setze die 3 Hilfsverben in alle Formen:

Einzahl Mehrzahl 1. Person ich wir 2. Person du ihr 3. Person er/sie/es sie
Bravo!

Das Futur

Wenn man über die Zukunft spricht, verwendet man meist das Präsens (die Gegenwart):

Ich gehe morgen ins Kino.

Die Zeitangabe „morgen“ drückt hier aus, dass die Handlung in der Zukunft liegt.

Wenn man über die Zukunft schreibt, verwendet man das Futur (die Zukunft):

Bildung: Personalform von werden + Infinitiv

Ich werde morgen ins Kino gehen.

Der Infinitiv steht am Ende des Satzes.
Farbige Illustration einer Wahrsager-Glaskugel, umhüllt von einem mystischen rosa farbenen Nebel, dunkler Hintergrund.
Kannst du die Zukunft vorhersagen?

SPIEL: Aktiviert die Zukunftsmaschine und lest euch gegenseitig Vorhersagen vor!

KLASSENFRAGE/PL: Erfindet eigene lustige Vorhersagen über eure Klasse!

Info für Lehrende

Kompetenzcheck

Überprüfe mithilfe des Kompetenzchecks, wie gut du die Verbformen beherrscht und was du noch üben solltest.

Popup: Kompetenzcheck

Kompetenzcheck

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