Insekten erkennt man an ihren sechs Beinen. Derzeit sind über eine Million Insektenarten bekannt, jedes Jahr werden tausende weitere Arten entdeckt und beschrieben. Diese vielfältige Tiergruppe spielt eine wichtige Rolle in der Natur und in unserem Alltag!
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Die Vielfalt der Insekten
Insekten begegnen uns im Alltag immer wieder – als farbenprächtige Schmetterlinge im Garten, flinke Ameisen beim Waldspaziergang oder leuchtende Glühwürmchen in der Nacht.
Sie sind in allen Lebensräumen, mit Ausnahme der Ozeane, zu finden.
Wasserläufer der Art Halobates hawaiiensis
Quelle in Seiteninfo
Insekten sind nicht in den Ozeanen zu finden.
Die Ausnahme bilden wenige Arten, die auf der Wasseroberfläche vorkommen, beispielsweise Meerwasserläufer.
Eine Meerwasserläufer-Art lebt sogar auf der Hochsee.
Sehr wenige Arten sind an das Leben in sehr salzigem Wasser (z. B. Salzfliegen in Salzseen) angepasst.
Culiseta alaskaensis
Abb. 1
Diese Mückenart ist an die Kälte angepasst und kommt sogar in der Tundra vor.
Abb. 2
Der Nebeltrinkerkäfer kommt in der Namibwüste vor. Er kann sich geschickt durch den Sand bewegen.
Zwergwespen und Zwergkäfer (0,35 bis 1,3 mm lang) zählen zu den kleinsten Insekten.
Zu den größten Insekten gehören die Stabschrecken (je nach Art 33 cm oder länger), der Atlasspinner (Flügelspannweite bis zu 30 cm) und der Herkuleskäfer (17 cm lang, Larven bis zu 20 cm).
Quelle in Seiteninfo
Quelle in Seiteninfo
Quelle in Seiteninfo
Larve eines Herkuleskäfers
Quelle in Seiteninfo
Abb. 3
Zwergwespen legen ihre Eier in die Eier anderer Insekten.
Abb. 4
Der Herkuleskäfer zählt zu den größten Käfer- und Insektenarten.
Insekten haben unterschiedlichste Lebensweisen entwickelt und sind an verschiedene Umweltbedingungen angepasst:
sie sammeln Pollen und Nektar, sie leben von verschiedenen Pflanzenteilen oder saugen Pflanzensäfte, sie leben parasitisch, sie leben in Symbiose mit anderen Tieren, sie leben räuberisch und sie leben im Boden von organischem Material.
Abb. 5
Manche Ameisen leben mit Blattläusen in einer Symbiose.
Abb. 6
Kopfläuse sind Parasiten, die sich vom Blut des Menschen ernähren.
Folgende Übersicht gibt einen Überblick über die Einteilung der Insekten.
Klasse
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Insekten
ungeflügelte Urinsekten
#z.B. Felsenspringer:: Petrobius maritimus; User:Stemonitis, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Archaeognatha.jpg
geflügelte Insekten
Altflügler:\nnicht anlegbare Flügel
#z.B. Libellen:: Große Pechlibelle; Thomas Bresson, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2012-05-24_14-54-25-Ischnura_elegans.jpg
#z.B. Eintagsfliegen:: Große Eintagsfliege; gailhampshire from Cradley, Malvern, U.K, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Green_Drake_Mayfly._Ephemera_danica_-_Flickr_-_gailhampshire.jpg?uselang=de
Neuflügler:\nanlegbare Flügel
unvollständige Verwandlung
#z.B. Ohrwürmer:: Gemeiner Ohrwurm; Luis Miguel Bugallo Sánchez (Lmbuga)Copyright: GFDL (GNU Free Documentation License)Publicada por/Publish by: Luis Miguel Bugallo Sánchez, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cadeladefrade_045eue.jpg
#z.B. Fangschrecken:: Europäische Gottesanbeterin; Přemysl Málek, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kudlanka_N%C3%A1bo%C5%BEn%C3%A1.jpg
#z.B. Heuschrecken:: Grünes Heupferd; Tsyganov Sergey, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tettigonia_viridissima_Great_Green_Bush-cricket_%D0%9A%D1%83%D0%B7%D0%BD%D0%B5%D1%87%D0%B8%D0%BA_%D0%B7%D0%B5%D0%BB%D1%91%D0%BD%D1%8B%D0%B9_%D0%B8%D0%BB%D0%B8_%D0%BA%D1%83%D0%B7%D0%BD%D0%B5%D1%87%D0%B8%D0%BA_%D0%BE%D0%B1%D1%8B%D0%BA%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B5%D0%BD%D0%BD%D1%8B%D0%B9_female_02.jpg
#z.B. Termiten:: Macrotermes goliath; United States Department of Agriculture, Public domain, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Termiten.jpg
#z.B. Schaben:: Deutsche Schabe; Lmbuga, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Blattodea._Cascuda._Santiago_de_Compostela_1.jpg
#z.B. Gespenstschrecken:: Australische Gespenstschrecke; Stephan M. Höhne, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Extatosoma_tiaratum_116.JPG
#z.B. Wanzen:: Grüne Stinkwanze; Beentree, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Palomena_prasina_1_beentree.jpg
#z.B. Tierläuse:: Kopflaus; Stako in der Wikipedia auf Polnisch, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sucking_louse-adults.jpg
#z.B. Zikaden:: Wiesenschaumzikade; Ryan Hodnett, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Meadow_Spittlebug_(Philaenus_spumarius)_-_Guelph,_Ontario_01.jpg
#z.B. Blattläuse:: Große Rosenblattlaus; Karl432, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Macrosiphum_rosae_auf_Rosenknospe.jpg
...
vollständige Verwandlung
#z.B. Käfer:: Lilienhähnchen; gillesgonthier, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Crioc%C3%A8re_du_lis.jpg
#z.B. Netzflügler:: Gemeine Florfliege; Donald Hobern from Copenhagen, Denmark, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chrysoperla_carnea_(8706978736).jpg
#z.B. Zweiflügler:: Blaue Schmeißfliege; AJC1 from UK, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bluebottle_Calliphora_vicina_(17338052630).jpg
#z.B. Flöhe:: Katzenfloh; Sam Thomas, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ctenocephalides_felis_subsp._felis,_Hayling_Island_(53138287149).jpg
#z.B. Schmetterlinge:: Schwalbenschwanz; Savionamauras1840559, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:14153995969-swallowtail-papilio-machaon.jpg
#z.B. Köcherfliegen:: Limnephilus rhombicus; Andreas Eichler, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2017.10.15.-25-Kirschgartshaeuser_Schlaege_Mannheim--Koecherfliege-Limnephilus_rhombicus.jpg
Hautflügler
#z.B. Bienen:: Hosenbiene; AfroBrazilian, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dasypoda_hirtipes_02.JPG
#z.B. Hummeln:: Alpenhummel; Arnstein Staverløkk/Norsk institutt for naturforskning, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alpehumle_(Bombus_alpinus)_p%C3%A5_bl%C3%B8mande_Salix.jpg
#z.B. Ameisen:: Rote Waldameise; Richard Bartz, Munich Makro Freak, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Formica_rufa_Quadrat.jpg
#z.B. Wespen:: Hornisse; Flugwapsch62, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hornisse_5.jpg
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In der Natur erfüllen Insekten viele Aufgaben und auch in unserem Alltag spielen sie eine wichtige Rolle.
Manche begegnen uns als Parasiten, Krankheitsüberträger oder Schädlinge. Ordne die fehlenden Informationen richtig zu!
Bravo, geschafft!
Insekten sind für die Umwelt, als Nahrung für andere Tiere und als Bestäuber von zentraler Bedeutung.
Was können wir tun, um sie zu schützen? Sammelt gemeinsam Maßnahmen dazu!
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Körperbau
Der Körper von Insekten ist in drei Abschnitte – Kopf, Brust und Hinterleib – gegliedert.
Diese Körperteile sind durch häutige Gelenke miteinander verbunden.
Die inneren Organe werden durch das Außenskelett aus Chitin geschützt.
Da ihr Außenskelett nicht mitwächst, müssen sich Insekten regelmäßig häuten.
Lerne hier den äußeren Bau von Insekten am Beispiel der Honigbiene kennen!
Abb. 7
Augen der Insekten
Die Facettenaugen (Komplexaugen) bestehen aus vielen kleinen Einzelaugen, die zusammen ein grobes Mosaikbild der Umgebung liefern.
Abb. 8
Facettenaugen bestehen aus vielen Einzelaugen.
So nehmen Insekten ihre Umgebung mit den Komplexaugen wahr.
Insekten können mit den Facettenaugen Bewegungen erkennen und schnell darauf reagieren.
Manche Insektenarten können auch Farben sehen, Bienen sogar im UV-Bereich.
Im Vergleich zu den Augen der Wirbeltiere haben Facettenaugen eine deutlich geringere Auflösung und liefern kein scharfes Bild.
Hainschwebfliege
Abb. 9
Diese Facettenaugen ermöglichen eine gute Rundumsicht.
Die Anzahl der Einzelaugen hängt von der Insektenart, der Lebensweise und der Körpergröße ab.
Libellen sind tagaktive, schnelle Jäger – ihre Facettenaugen können aus bis zu 30 000 Einzelaugen bestehen.
Bei manchen Ameisenarten sind bei den Arbeiterinnen nur wenige hundert vorhanden.
Silberfischchen
Quelle in Seiteninfo
Manche Insekten haben reduzierte Facettenaugen.
Beispielsweise Silberfischchen, die sich v. a. im Dunkeln aufhalten.
Komplexaugen kommen nicht nur bei Insekten, sondern auch bei anderen Gliederfüßern wie vielen Krebstieren und einigen Tausendfüßern und Asseln vor.
Spinnentiere haben keine Facettenaugen.
Überlegt gemeinsam, warum Ameisen weit weniger Einzelaugen als Libellen haben!
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Abb. 10
Die Große Königslibelle ist eine der größten Libellenarten Mitteleuropas. Sie erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 11 cm.
Abb. 11
Kopf einer Roten Waldameise.
Viele Insekten besitzen neben den Komplexaugen meist drei Punktaugen (Ocellen) auf der Stirn.
Diese dienen der Wahrnehmung von Helligkeitsunterschieden und helfen bei der Flugstabilisierung, da sie den Insekten eine bessere Einschätzung ihrer Lage im Raum ermöglichen.
Abb. 12
Punktaugen einer Hornisse
Mundwerkzeuge
Die Mundwerkzeuge dienen der Nahrungsaufnahme.
Abhängig von der Ernährungsform sind sie unterschiedlich gestaltet.
Beispielsweise haben Heuschrecken beißende Mundwerkzeuge, mit denen sie feste Nahrung zerkleinern können.
Bestimmt findest du zu den Bezeichnungen das jeweils passende Beispiel!
Welches dieser Insekten besitzt Beine Mundwerkzeuge?
Bravo! Du hast X Punkte erreicht!
Insektenbeine
Insekten tragen an jedem Brustsegment ein Beinpaar.
Da die sechs Beine gegliedert sind, sind sie sehr beweglich und gelenkig.
Viele Insekten haben an ihren Füßen Haftpolster und Klauen, um an Pflanzen, Wänden und glatten Oberflächen zu haften.
Manche Beine haben spezialisierte Sinneszellen, um vor allem tasten zu können, Temperaturänderungen zu erkennen, Geschmacksstoffe wahrzunehmen oder Feuchtigkeit zu registrieren.
Viele Arten der Heuschrecken haben an ihren Vorderbeinen ein spezialisiertes Organ, um Schall wahrzunehmen.
Punktierte Zartschrecke
Abb. 13
Viele Heuschrecken hören mit den Beinen!
Die Beine der Insekten sind an ihre jeweilige Funktion angepasst.
Die langen Hinterbeine der Heuschrecken sind Sprungbeine, Maulwurfsgrillen haben große Grabbeine.
Bestimmt kannst du den Bezeichnungen die passende Abbildung zuordnen!
Welches dieser Insekten besitzt Beine?
Bravo! Du hast X Punkte erreicht!
Innere Anatomie
Bereits die äußere Anatomie eines Insekts zeigt, dass sich diese Tiere im Körperbau deutlich von Wirbeltieren unterscheiden.
Auch im Inneren weisen Insekten viele Besonderheiten auf.
Wie atmen Insekten? Wie sieht ihr Nervensystem aus? Wie funktioniert ihr Kreislauf?
Erkunde die anatomischen Besonderheiten von Insekten am Beispiel einer Biene! Denk dabei auch an den Bau von Wirbeltieren und überlege, was ähnlich und was ganz anders ist!
Abb. 14
Die Körperflüssigkeit der Insekten ist nicht rot wie das Blut der Wirbeltiere, sondern meist farblos oder blassgelb. Überlege, warum das so ist!
Insekten atmen durch Tracheen. Sie bringen den Sauerstoff direkt zu den Organen.
Die Körperflüssigkeit der Insekten transportiert zum Beispiel Nährstoffe, Abfallstoffe und Hormone – aber keinen Sauerstoff.
Wirbeltiere (und auch Regenwürmer) haben rotes Blut, weil es ein Eiweiß namens Hämoglobin enthält.
Dieses enthält Eisen, das ihm die rote Farbe verleiht.
Hämoglobin ist für den Sauerstofftransport im Körper von Wirbeltieren verantwortlich.
Wie fliegen Insekten?
Trotz ihrer Größe können Insekten beachtliche Flugleistungen erbringen.
Manche können weite Distanzen zurücklegen, mehrere Stunden am Stück fliegen und im Flug schwere Lasten transportieren.
Abb. 15
Honigbienen und Hummeln können das eigene Körpergewicht (oder mehr) an Pollen und Nektar im Flug tragen.
Abb. 16
Honigbienen haben an ihren Flügeln kleine Häkchen. Mit ihnen können sie Vorder- und Hinterflügel zu einer großen Tragfläche verbinden, um den Auftrieb zu erhöhen.
Abb. 17
Pferdebremsen zählen neben Libellen zu den schnellsten Fliegern unter den Insekten (ca. 50 km/h).
Die Flugmuskeln der Insekten sind besonders stark.
Manche Insekten (z. B. einige kleine Mückenarten) können bis zu 1 000-mal in der Sekunde mit ihren Flügeln schlagen.
Da Insekten ein Außenskelett haben, sind ihre Muskeln im Inneren des Körpers befestigt.
Sie ziehen am Panzer, um damit Beine, Mundwerkzeuge und Flügel zu bewegen.
Manche Insekten, beispielsweise Libellen, haben eine Flugmuskulatur, die direkt die Bewegung der Flügel steuert.
Hainschwebfliege
Abb. 18
Fliegen haben nur ein Flügelpaar. Die hinteren Flügel sind zu Schwingkölbchen umgestaltet, die dabei helfen, die Fluglage zu stabilisieren und das Gleichgewicht zu halten.
Abb. 19
Ziehen sich die Muskeln zusammen, werden die Platten des Außenskeletts bewegt.
Entwicklung
Bei den Insekten unterscheidet man zwei Gruppen, abhängig von ihrer Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen, geschlechtsreifen Tier (Imago, Vollinsekt).
Die Umwandlung vom Ei bis zum Erwachsenenstadium wird auch als Metamorphose (Gestaltwandel) bezeichnet.
Vollständige Verwandlung
Bei vielen bekannten Insektenordnungen wie Käfer, Hautflügler, Schmetterlinge und Zweiflügler liegt diese Form der Entwicklung vor.
Bei der vollständigen Verwandlung (holometabole Entwicklung) durchlaufen Insekten eindeutig voneinander unterscheidbare Entwicklungsphasen: Ei, Larve, Puppe und Imago.
Die Puppenhülle dient dem Schutz und der Tarnung.
Manche Insektenlarven – wie viele Nachtfalter und einige Wespenarten – spinnen dafür einen Kokon, der von der Larve hergestellt wird.
Abb. 20
Puppe des Großen Kohlweißlings
Abb. 21
Die Fäden der Kokons von Seidenspinnern werden für die Seidenproduktion verwendet.
Betrachte hier eine vollständige Verwandlung am Beispiel des Kleinen Fuchses!
In der ersten Klasse hast du die Entwicklung eines Froschs kennengelernt. Auch dort sehen die Larven (also die Kaulquappen) ganz anders aus als die erwachsenen Tiere. Erinnere dich und überlege, worin sich die Entwicklung eines Froschs von der Entwicklung eines Insekts mit vollständiger Verwandlung unterscheidet!
Die Entwicklung eines Froschs verläuft über die Stadien Ei – Kaulquappe (Larve) – Frosch.
Dabei unterscheiden sich die Lebensweise und das Aussehen der Kaulquappen stark von denen der erwachsenen Tiere.
Anders als bei Insekten mit vollständiger Verwandlung gibt es aber keine Puppenphase, in der sich das Tier vollständig umbildet.
Unvollständige Verwandlung
Diese Entwicklungsform liegt unter anderem bei Gespenstschrecken, Schaben, Heuschrecken, Tierläusen und Termiten vor.
Bei der unvollständigen Verwandlung (hemimetabole Entwicklung) entwickeln sich Insekten stufenweise vom Ei über mehrere Nymphenstadien zur Imago, ohne ein Puppenstadium zu durchlaufen.
Betrachte hier eine unvollständigen Verwandlung am Beispiel des Grünen Heupferds!
Im folgenden Video kann man die letzte Häutung zur Imago beobachten.
Video 1
Auch Zikaden sind Insekten mit einer unvollständigen Verwandlung.