Fantasie- und Gruselgeschichten

Fantasie- und Gruselgeschichten sind spannend, haben oft unerwartete Wendungen und können erfundene, fantastische Elemente enthalten. Als Schreibimpulse bieten sich Bilder an, da sie die Fantasie anregen und zum Schreiben inspirieren. Mit einem Cluster kann man Ideen ausbauen. Spannungselemente und ein guter Schreibplan helfen, die Geschichte lebendig und nachvollziehbar zu gestalten.

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Traumgeschichten

Fantasie- und Gruselgeschichten sind spannend, haben oft unerwartete Wendungen und können von unglaublichen Dingen handeln.

Manche Leser*innen können davon gar nicht genug bekommen, andere können nach dem Lesen einer Gruselgeschichte abends nicht einschlafen.

SPRECHEN: Welche Erfahrungen habt ihr mit Fantasie- und Gruselgeschichten?

Eine der bekanntesten Fantasiegeschichten ist Alice im Wunderland. Wer in ihre fantastische Welt eintauchen will, findet dazu eine spannende Seite im SchuBu Deutsch, 1. Klasse, 19:
„Textimpulse aus dem Wunderland“

Alice steht inmitten einer Gruppe „komischer Vögel“.
Alice trifft eigenartige Wesen im Wunderland.

Alice träumt von einer fantastischen Welt, in der es auch viele unheimliche Figuren gibt. Eine Möglichkeit, eine Gruselgeschichte zu erzählen, ist, sie als Albtraum zu verpacken. Das ermöglicht einerseits, ganz unglaubliche Dinge in den Text einzubauen und erleichtert andererseits die Auflösung der Geschichte, indem die Erzählerin oder der Erzähler einfach aufwacht.

Im folgenden Text geht es um den Albtraum einer Lehrerin:

SPRECHEN: Erzählt in Kleingruppen (3-4 Schüler*innen) von Albträumen, die ihr gehabt habt! Vergleicht in der Gruppe:

  1. Gibt es Themen, die sich in euren Albträumen wiederholt haben?
  2. Welche Elemente aus euren Albträumen könnte man gut in Gruselgeschichten einbauen?

SCHREIBEN: Sammelt gemeinsam in einem Brainstorming eure Ergebnisse an der Tafel!

Ideen sammeln

Eine Möglichkeit, Ideen für eine Fantasie- oder Gruselgeschichte zu sammeln, ist der Cluster. Im Cluster werden Begriffe zu einem Thema gesammelt, wobei immer nur die unmittelbar nebeneinander stehenden Begriffe miteinander zu tun haben müssen. Aussortiert wird später. Wichtig ist, dass die Begriffe rein assoziativ sind. Die weiterführenden Begriffe müssen also nichts mit dem Ausgangsbegriff zu tun haben:

Cluster zum Ausgangsbegriff „Gruselschloss“
Cluster zum Ausgangsbegriff „Gruselschloss“

CLUSTER: Gestalte einen Cluster zum Albtraum einer Schultasche!

Ein blauer Rucksack steht auf einem Tisch in einem leeren Klassenzimmer.
Welchen Albtraum könnte eine Schultasche haben?

SPRECHEN: Vergleiche deinen Cluster mit deiner Sitznachbarin / deinem Sitznachbarn! Welcher Begriff aus euren Clustern hat am wenigsten mit dem Ausgangswort zu tun?

Der Bildimpuls

Ein anderer beliebter Schreibanlass für eine Fantasie- oder Gruselgeschichte ist der Bildimpuls. Hier dient ein Bild als Ausgangspunkt der Geschichte.

SPRECHEN:

  1. Was könnt ihr auf dem folgenden Bildimpuls erkennen?
  2. Wer oder was steckt da im Wasserrohr? Sammelt eure Vermutungen!
  3. Wie könnte die Geschichte weitergehen?
Eine Junge blickt in ein Rohr, in dem sich ein Ungeheuer zu verstecken scheint. Man sieht nur die glühenden Augen und eine Schnauze. Von hinten springt ihn gerade eine gefährlich aussehende Maus an.
Ein ganz normaler Winterspaziergang?

Spannung aufbauen

Eine Fantasie- oder Gruselgeschichte kann auch übernatürliche Elemente enthalten. Im Zentrum steht aber, dass sie spannend sein soll. Wie alle anderen Geschichten ist sie im Präteritum geschrieben und setzt sich aus drei Teilen zusammen:

Spannungselemente
EINLEITUNGHAUPTTEILSCHLUSS

In der EINLEITUNG sollen die Fragen WER?, WAS?, WANN? Und WO? beantwortet sein.

Im HAUPTTEIL befindet sich auch der Höhepunkt der Geschichte, der besonders spannend erzählt sein soll.

Der SCHLUSS löst die Geschichte auf.

Auch eine Fantasie- oder Gruselgeschichte braucht eine gewisse Logik:

Die Erzählschritte müssen in sich schlüssig und nachvollziehbar sein.

Es geht nicht darum, möglichst spektakuläre Dinge zu berichten, sondern darum, das Geschehen besonders aufregend zu erzählen.

Ein Schreibplan kann helfen, den roten Faden nicht zu verlieren. Eine Vorlage dafür gibt es in den Arbeitsblättern.

Spannungselemente

Um den Höhepunkt einer Geschichte spannend zu gestalten, helfen folgende Tipps:

  • Beschreibe Situation, Umgebung, Sinneseindrücke (Geräusche, Gerüche, …) und Gefühle der Hauptfigur möglichst genau!
  • Erzähle die spannendsten Stellen in Zeitlupe langsam Schritt für Schritt und zögere den Höhepunkt hinaus! Verwende Ein-Wort-Sätze und Wiederholungen!
  • Verwende direkte Reden!
  • Gestalte eine gruselige Atmosphäre! (z. B. eine verlassene Villa, nachts, …)
  • Baue Überraschungsmomente (plötzlich, auf einmal …) ein!
Grafische Darstellung: Kind sitzt bei Gewitter im Zimmer und fürchtet sich Grafische Darstellung: Kind sitzt bei Gewitter im Zimmer und fürchtet sich Grafische Darstellung: Kind sitzt bei Gewitter im Zimmer und fürchtet sich
Profi liest eine Gruselgeschichte.

WORTSCHATZ: Im folgenden Kimspiel kann man Wörter trainieren, die für Fantasie- und Gruselgeschichten zur Spannungssteigerung nützlich sein können!

Eine Junge blickt in ein Rohr, in dem sich ein Ungeheuer zu verstecken scheint. Man sieht nur die glühenden Augen und eine Schnauze. Von hinten springt ihn gerade eine gefährlich aussehende Maus an.

Starte das Spiel und es
erscheinen verschiedene Wörter!

Merke sie dir, ohne Notizen
zu machen!

Eine Checkliste für Fantasie- und Gruselgeschichten gibt es in den Arbeitsblättern.

Schreibimpulse umsetzen

Eine unterhaltsame Art des Schreibens ist der Reihumtext. Dazu schreiben alle Schüler*innen einen Anfangssatz einer Geschichte ganz oben auf ein Blatt Papier.

Dann wird das Blatt jeweils der rechten Sitznachbarin / dem rechten Sitznachbarn weitergegeben. Jede*r liest sich den begonnenen Text durch und schreibt den nächsten Satz, dann geht das Blatt wieder weiter. Am Schluss werden die Geschichten vorgelesen.

SCHREIBEN: Die Klasse teilt sich in vier Gruppen. Schreibt in der Klasse Reihum-Texte über den Albtraum einer Schultasche!

TIPP: Baut gezielt am Höhepunkt eurer Geschichten Spannungselemente (Überraschungsmoment, Zeitlupe usw.) ein!

Tragt zum Schluss die witzigsten, schrägsten, erstaunlichsten Geschichten vor!

Bildimpulse

SCHREIBEN: Wähle einen der folgenden Bildimpulse unseres SchuBu-Illustrators Stefan und verfasse dazu eine Fantasie- oder Gruselgeschichte! Mehr über unsere SchuBu-Illustratoren findet man übrigens auf Seite 38.

Eine große rote Krake sitzt auf dem Kopf eines Schwimmers.
Krakenhut
Ein Kind lehnt sich mit erschrecktem Gesichtsausdruck an einen Baumstamm im Wald. Im Hintergrund lauert indes eine gruselige Kreatur.
Allein im Wald

Spannendes zum Vorlesen gibt es auf der Leseseite.

41. Fantasie- und Gruselgeschichten
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