Nervensystem

Das Nervensystem besteht aus Gehirn, Rückenmark und Nerven. Alltägliche Abläufe wie das Schreiben am Computer, das Lösen von Rechenaufgaben oder das Fangen eines Balles sind nur durch die Leistungen unseres Nervensystems möglich. Unser Gehirn ist Herausforderungen gewachsen – so lernen wir täglich Neues dazu!

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Aufbau des Nervensystems

Gehirn und Rückenmark bilden die zentrale Schaltstelle im Körper, das Zentralnervensystem. Das Gehirn eines erwachsenen Menschen wiegt ungefähr 2 kg und besteht aus zirka 100 Milliarden Nervenzellen. Die Zahl der Verknüpfungen beläuft sich auf ungefähr 100 Billionen. Die Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen können gelöst und neu gebildet werden. Diese Tatsache ermöglicht die Leistungen des Gehirns. Dadurch können wir vergessen, Neues lernen, wichtige Inhalte festigen und Erinnerungen bewahren.

Aufbau einer Nervenzelle
das menschlichen Gehirn (Aufnahme mittels Magnetresonanztomografie)

Das Rückenmark befindet sich im Wirbelkanal der Wirbelsäule und stellt eine wichtige Verbindung zwischen dem Gehirn und den Nerven im Rest des Körpers dar.

Bandscheiben Rückenmark Wirbelkörper Grafisch dargestellter Wirbel mit farblich markierten Bandscheiben und Rückenmark. Wirbel mit dazwischen liegenden Bandscheiben und dem im Wirbelkanal verlaufenden Rückenmark.
Das Rückenmark verläuft im Wirbelkanal der Wirbelsäule.

Nerven bestehen aus Bündeln an Nervenfasern, den Fortsätzen der Nervenzellen. Würde man alle Nervenfasern aneinander knüpfen, würde das eine Länge ergeben, die der Entfernung von der Erde zum Mond und wieder zurück entspricht!

    Abb. 4

    Wie funktioniert das Nervensystem?

    Die Informationsweitergabe im Nervensystem geschieht durch elektrische Signale. Die elektrische Aktivität des Gehirns kann in der Medizin auch sichtbar gemacht werden. Dazu verwendet man ein EEG. Beispielsweise kann damit die Aktivität des Gehirns während des Schlafs analysiert werden.

      Abb. 5

      Nehmen wir einen Reiz über unsere Sinnesorgane wahr, wird ein Signal von den Sinneszellen über die Sinnesnerven zum Gehirn geleitet. Hier wird der aufgenommene Reiz bewertet. Die Reaktion auf den Reiz wird über andere Nervenbahnen, die Bewegungsnerven, vom Gehirn über das Rückenmark gesteuert.

      Stell dir deine Bewegungen im Turnunterricht bei einem Ballspiel vor. Durch die Augen und die Reizweiterleitung zum Gehirn nimmst du wahr, dass ein Ball in deine Richtung geworfen wird, die Bewegungsnerven steuern deine Fangbewegung. Durch eine enge Zusammenarbeit deines Sehsystems und deiner Muskelbewegungen (die über die Bewegungsnerven gesteuert werden) wirfst du den Ball zu einer Mitschülerin oder einem Mitschüler.

      Der Ball fliegt näher (Reiz): Klicke, um den Sinnesnerven zu aktivieren!

      Die Steuerung der Bewegungen – das Fangen eines Balls, Schreiben, Sprechen oder die Bewegungen der Augen – geschieht bewusst und kann daher beeinflusst werden. Man spricht von willkürlichen Bewegungen. Das unwillkürliche Nervensystem hingegen steuert Vorgänge in unserem Körper, die wir nicht bewusst beeinflussen können. Dieser Teil des Nervensystems sorgt für die Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts und regelt beispielsweise den Herzschlag, das Blutgefäßsystem, die Verdauung und die Atmung.

      Reflexe

      Als Reflex bezeichnet man unwillkürliche Reaktionen (also solche, die nicht bewusst beeinflusst werden können) des Nervensystems, die immer genau gleich ablaufen. Reflexe dienen dem Schutz unseres Körpers. Beispiele für Reflexe sind ...

      • der Lidschlussreflex
        Dieser Reflex dient dem Schutz des Auges vor Fremdkörpern oder Austrocknung. Werden der Augapfel (z. B. durch einen starken Luftstrom) oder die Wimpern gereizt, schließt sich das Augenlid. Auch laute, unerwartete Geräusche oder Lichtreize können diesen Reflex auslösen.
        Illustration vom Lidschlussreflex. Eine Fliege kommt dem Auge eines Mannes nahe, welches sich daraufhin aus Reflex schließt.
        Lidschlussreflex
        Probier’s mal

        Lidschluss-Reflextest

        Teste den Reflex mit einer Freundin oder einem Freund (aber nur mit ihrem oder seinem Einverständnis!): Klatscht du neben ihrem oder seinem Gesicht in die Hände, so kannst du den Lidschlussreflex beobachten!

      • der Pupillenreflex
        Der Lichteinfall ins Auge wird durch die Erweiterung oder Verengung des Sehlochs in unserem Auge, der Pupille, geregelt. So wird das Innere des Auges bei hellem Licht vor zu vielen Lichtstrahlen geschützt.
        Illustration vom Pupillenreflex. Schaut das Auge direkt in die Sonne oder ist es sehr hell, verkleinert sich die Pupille. Ist es dunkel erweitert sie sich.
        Pupillenreflex
        Probier’s mal

        Pupillen-Reflextest

        Halte dir die Hand vor dein linkes Auge, sodass es abgedunkelt ist. Blicke an einem sonnigen Tag aus dem Fenster, alternativ kannst du auch zu einer Lampe blicken (aber Achtung, blicke nie direkt in die Sonne oder direkt in die leuchtende Glühlampe!). Warte eine Minute und vergleiche dann deine Pupillen. Die abgedunkelte Pupille ist größer!

      • der Kniesehnenreflex
        Bei einem Druck auf die Sehne unterhalb der Kniescheibe führt dieser zu einer Streckung des Beins. Dieser Reflex unterstützt uns beim Gehen. So können wir dadurch beispielsweise aufrecht gehen (auch in unebenem Gelände) und wenn wir stolpern, werden wir durch diesen Reflex vor dem Umfallen gehindert.
        Illustration vom Kniesehnenreflex. Ein Arzt klopft mit einem Reflexhammer auf die Kniesehne, woraufhin das Bein unwillkürlich ausschlägt.
        Kniesehnenreflex

      Die Untersuchung von Reflexen (z. B. des Kniesehnenreflexes mit dem Reflexhammer) hilft Ärztinnen und Ärzten, Rückschlüsse auf die Funktionsweise des Nervensystems zu ziehen.

      So bleibt dein Nervensystem gesund!

      Um dein Nervensystem in seiner Funktionsweise und Leistungsfähigkeit zu unterstützen, solltest du genug trinken, dich gesund ernähren (um deinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen), ausreichend schlafen, regelmäßig lüften, Stress vermeiden und dich täglich bewegen – am besten an der frischen Luft.

      Hände weg von Alkohol, Nikotin (z. B. in Zigaretten) und illegalen Drogen! Diese Substanzen haben gesundheitsgefährdende Auswirkungen auf den Körper. Sie wirken direkt im Nervensystem und können es auch nachhaltig verändern. Dadurch werden Menschen abhängig (süchtig). Eine süchtige Person richtet ihr Leben nach dem Konsum der Droge aus, wodurch die Sucht negative Auswirkungen auf das eigene Leben und das Leben der Mitmenschen hat.

      Lernen ist eine Wohltat für dein Gehirn! Neben den Aufgaben für die Schule sind Hobbies wie Klavier spielen, das Lernen einer (weiteren) Fremdsprache, Jonglieren oder das Lösen von Rätseln eine tolle Unterstützung für dein Nervensystem. Durch regelmäßige geistige Herausforderungen lernst du dazu, was dein Gehirn leistungsfähiger macht und die Gesunderhaltung deines Gehirns unterstützt. Unser Gehirn braucht aber auch Training – durch regelmäßiges Üben können wir Aufgaben immer besser bewältigen. Probiere es aus!

      29. Nervensystem
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