Lehrplanbezug

Diese Seite beschreibt wichtige Elemente des Lehrplans. Es wird exemplarisch aufgezeigt, wie mit SchuBu die Kompetenzbeschreibungen mit Anwendungsbereichen aus dem Alltag verknüpft werden können.

Kompetenzerwerb

Das Kompetenzmodell umfasst die Inhaltsdimension (zentrale fachliche Konzepte) und die Handlungsdimension. Auf beide wird im Folgenden genauer eingegangen.

Zentrale fachliche Konzepte

Folgende fachliche Konzepte begleiten die Schülerinnen durch das 6. Schuljahr. Sie strukturieren die Inhalte und ermöglichen es den Schülerinnen, unterschiedliche Phänomene aus Natur, Alltag und Technik unter gemeinsamen fachlichen Gesichtspunkten zu betrachten und zu erklären. Die Konzepte werden miteinander verknüpft und unterstützen dadurch den Aufbau eines zusammenhängenden physikalischen Verständnisses.

  • Teilchen
    Mit dem Teilchenmodell lassen sich viele Erscheinungen und Abläufe in Natur und Alltag erklären. So kann man oft das Verhalten eines ganzen Systems durch die Annahme, es bestehe aus Teilchen, vorhergesagt werden. Es sei aber auf eine Schwierigkeit hingewiesen: Empirische Studien zeigen, dass Schüler*innen häufig annehmen, einzelne Teilchen hätten dieselben Eigenschaften wie das Gesamtsystem. Sie meinen also, dass die Wassermoleküle dieselben Eigenschaften haben, wie das Wasser selbst. Bei der Einführung des Teilchenmodells sollte deshalb der Unterschied zwischen Teilchen und Gesamtsystem besonders deutlich gemacht werden: So dehnt sich i.a. ein Körper beim Erwärmen dadurch aus, dass die Teilchen aufgrund der stärkeren Bewegung mehr Platz brauchen. Die Teilchen selbst sich aber nicht ausdehnen.
  • Schwingungen und Wellen
    Schwingungen und Wellen ermöglichen die Beschreibung und Erklärung einer Vielzahl physikalischer Phänomene. In der 6. Schulstufe wird dieses Konzept insbesondere am Beispiel von Schall und Akustik aufgegriffen: Die Entstehung und Ausbreitung von Schall können als Schwingungs- und Wellenvorgänge betrachtet werden. Dabei werden grundlegende Zusammenhänge zwischen physikalischen Eigenschaften des Schalls und seiner Wahrnehmung betrachtet.
  • Feld, Energie und Kräfte und Wechselwirkungen
    Diese zentralen Begriffe werden vornehmlich erst ab der 3. Klasse relevant.

Handlungsdimensionen

Im Lehrplan Physik der Sekundarstufe I werden explizit drei Handlungsdimensionen ausgewiesen:

  • (W) – Fachwissen anwenden
  • (E) – Erkenntnisgewinnung und Experimentieren
  • (S) – Standpunkte begründen und aus naturwissenschaftlicher Sicht bewerten

Diese Kompetenzbereiche werden durch Kompetenzbeschreibungen konkretisiert. Operatoren, die für Aufgabenstellungen verwendet und geübt werden sollten, sind im Text markiert.

Kompetenzbereich Kompetenzbeschreibungen
Die Schüler*innen können…
W
  • Vorgänge und Phänomene in Natur, Alltag und Technik beschreiben, benennen und erläutern.
  • Informationen aus fachlichen Medien und Quellen entnehmen und recherchieren.
  • physikalische Modelle zur Beschreibung und Erklärung von Vorgängen und Phänomenen nutzen und physikalische Sachverhalte in verschiedenen Formen (z. B. Bild, Grafik, Tabelle, Diagramm, Modell) darstellen.
  • physikalische Zusammenhänge auf Alltagssituationen anwenden und fachspezifischen Wortschatz angemessen verwenden.
E
  • zu physikalischen Vorgängen und Phänomenen naturwissenschaftliche Fragen formulieren sowie Hypothesen bzw. begründete Vermutungen aufstellen.
  • Untersuchungen und Experimente zu physikalischen Fragestellungen planen, durchführen und protokollieren.
  • Beobachtungen und Daten darstellen, analysieren und interpretieren.
  • Ergebnisse von Untersuchungen unter Anwendung von fachspezifischem Wortschatz adressatengerecht beschreiben.
S
  • naturwissenschaftliche von nicht naturwissenschaftlichen Argumentationen unterscheiden und fachlich korrekt argumentieren.
  • Informationen und Aussagen aus unterschiedlichen Quellen aus naturwissenschaftlicher Sicht bewerten.
  • die Chancen und Risiken physikalischer Anwendungen reflektieren und deren Bedeutung für Alltag und Gesellschaft einschätzen.
  • auf Grundlage physikalischer Erkenntnisse verantwortungsbewusst handeln.
Quelle

Umsetzung im Unterricht

Die Kompetenzbereiche und die Kompetenzbeschreibungen sind mit geeigneten Anwendungsbereichen zu verknüpfen. Dadurch sollen Kompetenzen angewendet, fachliche Konzepte verstanden und in Theorie und Praxis umgesetzt werden.

Mit SchuBu Physik 2 den Unterricht gestalten
Mit SchuBu Physik 2 den Unterricht gestalten

Der folgende Überblick soll Ihnen Ideen für die Verknüpfung der Anwendungsbereiche mit den Inhalten auf SchuBu und den Kompetenzbeschreibungen liefern. Dieser kann als Grundlage dienen, einen Zeitplan für das kommende Schuljahr zu erstellen.

Anwendungsbereiche Seiten auf SchuBu Beispiele für Bezug zu Kompetenzbeschreibungen
Physikalischer Sehvorgang, Funktionsweise des menschlichen Auges 6. Vom Licht und vom Sehen
7. Lichtgeschwindigkeit
8. Lichtstärke und Lichtverschmutzung
physikalische Bedingungen für das Sehen von Körpern/Gegenständen bzw. das Hören von Tönen/Klängen durch ein Sender-Empfänger-Modell adressatengerecht erläutern (W) und auf verschiedene Alltagssituationen anwenden (u. a. Sicherheit im Straßenverkehr) (S).

verantwortungsbewusst mit Lichtquellen umgehen, um die Gefährdung von Sinnesorganen zu vermeiden (S).
Entstehung und Ausbreitung von Schall, Gefährdung durch Lärm 10. Schall senden und empfangen
11. Lautstärke und Schallschutz
physikalische Bedingungen für das Sehen von Körpern/Gegenständen bzw. das Hören von Tönen/Klängen durch ein Sender-Empfänger-Modell adressatengerecht erläutern (W) und auf verschiedene Alltagssituationen anwenden (u. a. Sicherheit im Straßenverkehr) (S).

verantwortungsbewusst mit Schallquellen umgehen, um die Gefährdung von Sinnesorganen zu vermeiden (S).
Geradlinige allseitige Ausbreitung von Licht, Lichtgeschwindigkeit 6. Vom Licht und vom Sehen
7. Lichtgeschwindigkeit
das Modell der allseitigen geradlinigen und kontinuierlichen Lichtausbreitung nutzen (W), um unter Anwendung von fachspezifischem Wortschatz begründete Vermutungen zur Entstehung von Schattenphänomenen aufzustellen (E).
Modell für kontinuierliche Lichtausbreitung (u. a. Lichtstrahl, Lichtbündel) 6. Vom Licht und vom Sehen
16. Licht wird reflektiert
17. Licht wird geknickt
18. Optische Geräte
die Abbildung von Gegenständen durch verschiedene optische Systeme (u. a. Lochkamera, ebener Spiegel, Auge) mithilfe des „Leuchtpunkt-zu-Bildpunkt“-Abbildungsschemas adressatengerecht beschreiben und qualitativ mithilfe von Lichtbündeln darstellen (W).
Schatten: dreidimensionaler Schattenraum, zweidimensionales Schattenbild 9. Wo Licht ist, ist auch Schatten das Modell der allseitigen geradlinigen und kontinuierlichen Lichtausbreitung nutzen (W), um unter Anwendung von fachspezifischem Wortschatz begründete Vermutungen zur Entstehung von Schattenphänomenen aufzustellen (E).
Entstehung von Tag/Nacht und Mondphasen: Bewegungsverläufe von Erde, Mond und Sonne 9. Wo Licht ist, ist auch Schatten die Entstehung von Tag und Nacht, Jahreszeiten und Mondphasen durch Bewegungsabläufe und Beleuchtungsverhältnisse in unserem Sonnensystem szenisch oder mit Modellen darstellen (E).
Interaktion von Licht und Materie: Streuung (insbesondere das Zustandekommen von Farbwahrnehmung), Reflexion (insbesondere die Wirkung von glatten metallischen Flächen auf Lichtbündel) und Brechung (insbesondere die Wirkung von Linsen auf Lichtbündel) 13. Das Sonnenlicht
14. Farben und ihre Ursachen 16. Licht wird reflektiert
17. Licht wird geknickt
18. Optische Geräte
experimentelle Beobachtungen zu Phänomenen der Bildentstehung mit verschiedenen Linsen durchführen (E).

den Einsatz optischer Geräte in verschiedenen Bereichen aus verlässlichen Quellen recherchieren (W) und damit verbundene Chancen und Risiken reflektieren (S).

den Begriff Farbe – als die Eigenschaft von Stoffen, bestimmte Lichtfarben streuen zu können – fachlich angemessen verwenden (W).
Spektrale Zusammensetzung von Licht 13. Das Sonnenlicht
14. Farben und ihre Ursachen
die Zusammensetzung sichtbarer Strahlung bestimmter Lichtquellen mit einer passenden Untersuchung analysieren und die Ergebnisse dieser Untersuchung unter Anwendung von fachspezifischem Wortschatz adressatengerecht beschreiben (E).

Lernziele

Auf jeder Seite werden Ihnen zu den entsprechenden Inhalten Lernziele zur Verfügung gestellt. Sie geben Ihnen einen Überblick über die Lerninhalte auf der Seite und mit welchen Operatoren diese mit den Schüler*innen geübt werden können.

Screenshot der Lernziele im Abschnitt Info für Lehrende.
Die Lernziele zu jeder Seite finden Sie im Abschnitt Info für Lehrerende.

Darüber hinaus können die Lernziele dazu dienen, dass sich die Schüler*innen selbst einschätzen und Sie ein Feedback der Klasse über den Lernerfolg bekommen. Eine schnelle und einfache Weise, sich dazu Feedback von den Schüler*innen zu holen, ist die Umfrage am Ende jeder Seite, die Sie in der Präsentationsansicht starten können.

Die Schüler*innen nehmen mithilfe des Antworten-Tools teil.

Screenshot der Lernziele Präsentationsfolie.
Die Umfrage zu den Lernzielen finden Sie auf der letzten Präsentationsfolie jeder Seite.

4. Lehrplanbezug
gesperrter SchuBu+ Inhalt Tools
Zeitgesperrter SchuBu+ Inhalt
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