Die Fotosynthese ist ein wichtiger Prozess, dessen Entdeckung und Beschreibung einen wertvollen Beitrag zum Verständnis lebenswichtiger Vorgänge geleistet haben. Heute kennen wir die Abläufe sehr genau, die Erforschung der Fotosynthese dauerte aber einige Zeit. Lerne hierzu historische Experimente und Überlegungen kennen!
Lange Zeit hat man angenommen, dass Pflanzen alle Substanzen, die sie für ihr Wachstum brauchen, aus der Erde aufnehmen. Um 1600 führte Johan Baptista van Helmont dazu ein Experiment durch, bei dem zu Beginn und nach 5 Jahren die Masse der trockenen Erde im Topf und die Masse der Pflanze (eine Weide) bestimmt wurden. In diesen 5 Jahren wurde die Pflanze nur mit Regenwasser gegossen.
Van Helmont schlussfolgerte, dass das Wachstum des Baums von der Aufnahme von Wasser abhängt – womit er zum Teil Recht hatte.
Ein Experiment von Joseph Priestley lieferte wichtige Erkenntnisse zur
Bedeutung von Pflanzen für unser Überleben. Priestley berichtete am 1. Juli 1771 seinem Freund Benjamin Franklin in einem Brief über sein Experiment und seine Erkenntnisse:
Joseph Priestley (1733-1804)
Jan Ingenhousz formulierte 1779 die Erkenntnis, dass nur grüne Pflanzenteile für die davor beschriebene Umwandlung zuständig sind. Weiters erkannte er, dass Pflanzen dafür Licht benötigen.
Etwa zur gleichen Zeit zeigte Antoine Lavoisier, dass es sich bei der „guten Luft” um Sauerstoff handelt und für die „verbrauchte Luft” Kohlenstoffdioxid verantwortlich ist.
Julius von Sachs beschrieb in den 1860er-Jahren, dass sich in den Chloroplasten der pflanzlichen Zellen Stärke ansammelt. Er vermutete, dass diese aus dem bei Fotosynthese entstandenen Traubenzucker gebildet wird.
Im 20. Jahrhundert gelang der Nachweis, dass der Sauerstoff, der von Pflanzen freigesetzt wird, aus dem Wasser (und nicht aus dem Kohlenstoffdioxid) stammt.
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